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Roland Wappenrolle Perleberg

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Letzte Änderung

25/05/15 09:05
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Der Verein gründete sich am 03.07.2008 und wählte als Wahlspruch:

“Verba docent, exempla trahunt” - “Worte belehren, Beispiele reißen mit”

Diesem Motto fühlen sich auch alle Vereinsmitglieder verpflichtet und so möchten wir an dieser Stelle etwas ausführlichen auf die Aussagen unserer Vereinspräambel eingehen.

Der Herold war der erste Sammler von Wappen. Er sorgte für ihre sorgfältige Anfertigung und Überlieferung. Er achtete auf den gehörigen Gebrauch und ahndete den Missbrauch. Darum wird die Wappenkunde nach ihm Heraldik genannt.

Es gibt eine Reihe von heraldischen Vereinen, die als Namensbestandteil die Bezeichnung Herold führen. Bereits im Laufe des 14. Jahrhunderts ist das Amt des Herolds schon voll ausgebildet. Sie genießen Privilegien, die mit ihrem Amt zusammenhängen. Die Hierarchie der Herolde und die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Herrn lässt vermuten, dass sich bereits im Mittelalter Zuständigkeitsgebiete bildeten, in denen die jeweiligen Herolde wirkten. Sowohl die Herolde, als auch die Pursuivants hatten ihren spezifischen Namen - unser Verein führt klar und deutlich den Namen der Landschaft Prignitz im Vereinsnamen und wir hoffen, dass heraldische Vereine, die auch als Herolde firmieren deutlich sehen, wir sind ein kleiner, junger Verein in der Prignitz und möchten nicht als Wettbewerber, sondern als Mitkämpfer zur Ausbreitung eines heraldischen Bewusstseins in Europa - als Europa der Regionen - verstanden werden. So ist das Vereinswappen aufgebaut und auch unsere Fahne zeigt deutlich, wo und wer Flagge zeigt. In einem Zeitalter der Kommunikation kann die Tätigkeit des Vereins nicht auf den Landkreis beschränkt bleiben, wir sind deshalb sehr stolz auf Mitglieder aus verschiedensten deutschsprachigen Ländern, aus Österreich - dem Land unseres vereinsinternen " Wappenkönigs" und stehen jedem offen, der sich für Heraldik interessiert.

Prignitz Herold e.V. ist der Name eines Zusammenschlusses von natürlichen und juristischen Personen vorwiegend aus der historischen Landschaft Prignitz, welche jedoch allen Menschen unabhängig ihrer regionalen Herkunft offen steht, die sich für die Heraldik als allgemeine Kulturerscheinung interessieren und engagieren wollen.

Unsere Zielsetzung ist die Wiederbelebung des heraldischen Bewusstseins, um dem Wappenwesen in seiner herausragenden Bedeutung als historische Wissenschaft und Kunst den ihm gemäßen Platz zuzuweisen. Gerade in unserer Region mit der Plattenburg erscheint es angebracht, die Geschichte des Mittelalters genauer zu betrachten. Wer sich heute über die Literatur zur Heraldik unterrichten will findet sicherlich genug Bücher die allgemein über die Wappenkunde informieren und irgendwann wird der Leser feststellen, es gibt unterschiedliche Antworten auf immer dieselben Fragen. Deshalb ist der gedankliche Austausch unter Fragenden zu fördern, dies kann geschehen durch ein Internetforum - wir diskutieren oft gemeinsam mit unseren Freunden der GwF - Forum der Gemeinschaft wappenführender Familien - jedoch uns als Vereinsmitgliedern reicht dies nicht aus, ergänzt wird diese Arbeit durch ein reges Vereinsleben vor Ort.

Wer beginnt, sich in diese Fragestellungen einzuarbeiten, wird zunächst von dem Reichtum der Erscheinungen überwältigt.

Das Interesse an der eigenen Familiengeschichte bildet aber weiterhin wohl den Hauptantrieb, sich der Ars Heraldica zuzuwenden. Liegt hier doch das Hauptgebiet innovativer Kräfte  bereit, diesem Personenkreis Kontakte und auch Rückhalt zu bieten, ist die Aufgabe von zweckorientierten Personenvereinigungen. Das Wappenwesen ist auch ein Kulturgut der Prignitz und wir wollen dies auch mehr erlebbar machen. Dabei haben wir schon Freunde und Unterstützer gefunden, als Ehrenmitglied den Altstadt e.V. mit Vereinssitz im gleichen Haus wie wir. Unser Vereinshaus gehört zu einer Stiftung: Hoffmann Axhelm und in diesem Dreiklang möchten wir auch tätig werden.

Die Heraldik gliedert sich anerkannter Maßen in drei Teilbereiche:

Die Wappenkunde als theoretischer Zweig der Heraldik legt fest, nach welchen Regeln und Gesetzmäßigkeiten ein Wappen gestaltet sein soll. Ein heraldischer Verein sollte sein Augenmerk vor allem darauf legen diese Regeln dem Suchenden, dem Stifter näher zu bringen. Es geht um die Einhaltung dieser Regeln und nicht um eine Neuinterpretation jahrhunderter alter Werte.

Die praktische Anwendung und Umsetzung dieser Regeln nennt man Wappenkunst. Wir sind sehr stolz einen Wappenkünstler mit einem Vereinstitel: WAPPENKÖNIG auszeichnen zu dürfen, der unsere Maßstäbe zu 100 % teilt und auch bereit war, diesen Titel eines sehr jungen Vereins anzunehmen. Es ehrt uns seine Tat und wir sind sehr Stolz, ein von ihm entworfenes Vereinswappen zu führen. Es ist nicht möglich, die Kunst außen vor zu lassen, wenn ein heraldisches Kunstwerk entstehen soll. Ein Wappen ist wissenschaftlich begründbar in der Gestaltung und ein künstlerisches Produkt in einem. Der dritte Teil, das Wappenrecht definiert die rechtlichen Grundlagen der Wappenführung. Es umfasst auch das Recht der Wappenverwendung, einschließlich des Siegelrechts, die Kontrolle über die Einmaligkeit des Kennzeichens und dessen rechtlichen Besitz.

In diesem Punkt der Heraldik möchte der Verein etwas neuere Wege beschreiten, um den Veränderungen der Gesellschaft nicht hinterherzulaufen. Auch dort ist der Vereinsansatz die Traditionspflege:

Der als Fürst der Juristen bezeichnete Bartoli de Saxoferrato lebte von 1313-1357, erwurde durch Karl IV zum Rat ernannt und schrieb ein noch heute anwendbares Werk zum Wappenrecht: Tractatus de insigniies et armis. Dort finden wir den im Prignitz Herold e.V. zum Grundsatz gemachten Punkt §4:

"Quilibet potest assumere sibi arma et insignia, illa portare et in rebus propriis impingere." (Deutsch: Jeder kann Wappen und Abzeichen annehmen, sie tragen und auf ihm gehörige Sachen malen.)

Normalerweise hatten alle Familienmitglieder das Recht, das Familienwappen zu tragen. Dieses wurde vom Vater auf die Kinder vererbt. Beim Aussterben der Familie konnte das Wappen an den Gatten der Erbin und deren Kinder oder auf den nächsten Verwandten übergehen. Wenn heraldische Vereine, noch immer am frühneuzeitlichen Recht, welches keine einheitliche Rechtsgrundlage für Mann und Frau kannte, festhalten wollen, in dem sie noch immer dem Wunsch nachhängen, die Frau sei dem Mann prinzipiell unter -und nachgeordnet und deshalb Frauen nur eingeschränkte Geschäftsfähigkeit zusprechen und sie damit vom Erwerb bestimmter Rechte ausschließen wollen, ernten sie unseren laut starken Widerspruch. So hat seit 2003 z.B. Kanada als Neuerung die Erblichkeit des Wappens auch in der weiblichen Linie, als durch Töchter anerkannt. Es ist ein Land mit staatlicher Kontrolle des Wappenwesens und um so viel mehr steht es Vereinen nicht an, die Berechtigung der Weitergabe von Familienwappen durch Erbfolge durch Vereinsvorgaben beeinflussen zu wollen. Wir möchten so verstanden werden um den § 4 des mittelalterlichen Rechtsgelehrten für das 21 Jahrhundert zu vervollständigen: Jeder kann Wappen und Abzeichen annehmen, sie tragen und diese ohne staatliche Beeinflussung vererben. Man kann jedoch nur Rechte vererben, die man nachweisen kann.

In den Digesten - altem römischen Recht - finden wir die Antworten: "Niemand kann mehr Recht auf einen anderen übertragen, als er selbst hatte.” Es steht fest, dass der Erbe dieselbe Gewalt und dasselbe Recht hat, das der Verstorbene besaß. Erbschaft ist nichts anderes als die Nachfolge in das gesamte Recht, das ein Verstorbener hatte ..."

Die Registrierung eines gestifteten Familienwappens in einer anerkannten Wappenrolle sichert und verbessert die Vorraussetzungen eines effektiven Wappenschutzes sowohl gegen gutgläubige als auch gegen böswillige Verletzungen. Deshalb schufen wir die Roland Wappenrolle Perleberg, deren Satzung verpflichtet zur Pflege einer Wappenregistrierung nach alten heraldischen Grundsätzen, ohne sich vor anerkannten Veränderungen der Gesellschaft zu verschließen, die sie erfolgreich betreiben möge.

Vor unserem Vereinssitz steht der mittelalterliche Roland der Kreisstadt Perleberg und sieht auf das Treiben des Marktes. Deshalb ist der Name unserer Wappenrolle so gewählt.

Der Vorstand


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