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 Betreff des Beitrags: Genealoge aus der Prignitz
Ungelesener BeitragVerfasst: So 25. Sep 2011, 11:40 
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Registriert: So 25. Sep 2011, 11:15
Beiträge: 20
Wohnort: Hansestadt Pritzwalk
Hallo, ich bin der Maik und ich stieß vor kurzem auf euer Forum. Ich wohne und bin auch gebürtig aus Pritzwalk und erforsche seit Jahren meine Ahnenlinien. Viele der Linien kamen dabei natürlich auch aus der Prignitz. Unter anderem aus Weisen, Pritzwalk, Wittstock, Wulfersdorf, Blesendorf, Heinrichsdorf, Mertensdorf, Goldbeck (bei Wittstock), Grabow (Ostprignitz), Christdorf und einer Reihe weiterer Orte. Ein Teil der Forschungen betrifft natürlich auch die Suche nach Hinterlassenschaften der Vorfahren, wie zum Beispiel Familienwappen. Da die Mehrzahl meiner Ahnen aber aus kleinen, meist abhängigen Landwirten oder Handwerkern (darunter natürlich auch Meister und Bürger von Städten, allerdings doch anscheinend, meist sehr ärmlich) bestand, verlief die Suche bis heute im Sande. daher habe ich mich entschlossen, selbst an einem Familienwappen für meine Nachfahren zu arbeiten, um wenigstens ihnen etwas mehr als "nur" den Familiennamen zu hinterlassen. Es würde mich freuen, wenn ich mir dann hierfür den ein oder anderen Rat bei euch zu holen. Im Gegenzug würde ich mich gern in Sachen Genealogie, beratend zur Verfügung stellen.

Grüße Maik

PS; Da hierbei das Thema fließend ist, kann sich der Moderator ja überlegen, wo er meinen Beitrag lieber einstellt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Genealoge aus der Prignitz
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 1. Okt 2011, 21:07 
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Registriert: Mo 19. Okt 2009, 12:38
Beiträge: 690
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:winke: willkommen maik

schön - geforscht wurde ja schon mal :dh:

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Genealoge aus der Prignitz
Ungelesener BeitragVerfasst: So 2. Okt 2011, 08:26 
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Registriert: So 25. Sep 2011, 11:15
Beiträge: 20
Wohnort: Hansestadt Pritzwalk
Danke für das Hallo, Martina. Ich wollte erst mal warten, ob man als Quereinsteiger in dieses Feld erstmal willkommen ist. Meine Ahnenlinien zur Prignitz laufen alle über meine mütterliche Linie. So das ich, selbst wenn sich ein Wappen finden sollte, dieses nicht verwenden könnte. Teilweise bin ich mit einigen Ahnenlinien, bis in die Renaissance (also um 1550) zurück. Wobei die angesehenste Persönlichkeit unter meinen Ahnen, momentan ein Küster aus der Ostprignitz sein dürfte. Zu meinem Familiennamen dürfte sich in der Prignitz auch nichts finden, da die Familie aus dem süddeutschen Raum (im Ursprung vielleicht Österreich, Bayern oder Luxemburg) stammt und erst zwischen 1945 und 1948 allmählich in der Prignitz eintrudelte. Allerdings sehe ich die Prignitz heute als meine Heimat und das wird sich wohl auch im Wappen widerspiegeln. Es ist eigentlich weniger für mich, als für meinen Sohn der im Januar hoffentlich gesund zur Welt kommt. Einen umfangreichen Stammbaum kann ich ihm bereits hinterlassen. Aber nicht sehr viel mehr, da die Familie 1945 auf ihrer Flucht alles zurücklassen musste. Das Problem ist nur, das sich weiterführende Daten vor 1803 zu meiner direkten Ahnenlinie, im Moment nicht finden lassen, da wohl bei der Auswanderung nach Südpreussen (heute Mittelpolen) falsche Angaben gemacht wurden. Zugriff habe ich momentan über das Ahnenforscherportal Ancestry, u.a. auf Siebmacher's Wappenbuch. Hier steht fest, das der Familienname nur einmal in verkürzter Form vorkommt und nichts mit meiner Ahnenlinie zu tun hat. Und solange ich nicht weiß, aus welcher Region die Familie tatsächlich stammt, ist es nur schwer, eine hundertprozentige Aussage, auch zu Wappen zu treffen. Der Familienname ist allerdings für genealogische Verhältnisse, für einen bürgerlichen Namen schon recht alt und hat Ersterwähnungen zwischen 1150 und 1250. Allerdings teilweise in abgewandelter Form. Der Familienname lautet
Hidden: show
Senninger
. Es ist ein sogenannter Orts- oder Herkunftsname. Daher kann ich hier nur schlecht auf Angaben für das Wappen zurückgreifen. So wie es zum Beispiel bei Tier- Berufs- oder Pflanzennamen möglich wäre.

Grüße Maik


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 Betreff des Beitrags: Re: Genealoge aus der Prignitz
Ungelesener BeitragVerfasst: So 2. Okt 2011, 21:46 
Hallo Maik,

Auch ich möchte Dich ganz herzlich hier in unserem Forum willkommen heißen :winke:

Es ist schön, dass Du die Wurzeln Deiner Herkunft ergründen möchtest um zu wissen wer Du bist und wer Deine Vorfahren waren. Und der Wunsch, Deinen Kindern und auch späteren Generationen etwas Bleibendes zu hinterlassen ist lobenswert. Dazu ist ein Familienwappen gut geeignet. :dh:
Wir werden Dir bei Deinem Anliegen gern mit Rat und Tat zur Seite stehen und Dich nach Kräften unterstützen. Als heraldischer Verein beschäftigen wir uns auch intensiv mit Genealogie und mit der Heraldik. Wir führen als Verein auch eine eigene Wappenrolle, die 'Roland Wappenrolle Perleberg' (RWP) und sind gerade dabei den ersten Band unserer Wappenrolle
druckfertig zu machen.

Wir erstellen in unserem Verein in der Regel keine Familien-Wappen. Deshalb arbeiten wir eng und oft in Personalunion mit der GwF(Gemeinschaft wappenführender Familien) zusammen. Dort sind versierte Genealogen und Heraldiker gern bereit, Dir bei der Schaffung eines eigenen Familienwappens zu helfen. Alle unsere eigenen und auch die Mehrzahl der Wappen, die sich in unserer Wappenrolle registrieren ließen, sind mit Hilfe der GwF entstanden.

Ich möchte Dich einladen Dich auch dort vorzustellen und Dein Anliegen vorzubringen. Ich bin der festen Gewissheit, dass Du und Deine Familie bald stolzer Besitzer eines heraldisch richtigen und künstlerisch hochwertigen Familienwappens sein werdet.

Über Deine tatkräftige Mitarbeit in der genealogischen Forschung hier im 'Prignitz Herold e.V' würden wir uns freuen. :dh:

Also nochmals: Herzlich Willkommen Maik :winke: :brav:

LG

Achim


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 Betreff des Beitrags: Re: Genealoge aus der Prignitz
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 3. Okt 2011, 12:41 
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Registriert: So 25. Sep 2011, 11:15
Beiträge: 20
Wohnort: Hansestadt Pritzwalk
Danke Achim, ein wenig habe ich mich mit der Thematik Heraldik schon beschäftigt. Erste Entwürfe habe ich auch schon. So fließen hier natürlich Einflüsse zu Pritzwalk und damit zur Prignitz ein, denn hierher soll das Geschlecht ja später erst einmal zurückverfolgt werden. Und natürlich der Bezug zu Brandenburg. Die Familie lebt ja nun bald in vier Generationen in der Prignitz und Brandenburg. Vor Jahren. als ich mit der Familienforschung begann und zwischenzeitlich noch in Baden Württemberg lebte, sah ich in der Zeitung mal ein Angebot eines Heraldikers. Dieser bot an für 50€ zumindest nach einem Familienwappen zu suchen (innerhalb seines Archivs, das wohl jeder Berufsheraldiker haben muss). Er fand hierbei ein Wappen der Familie Senningaus Berlin. Die Familie stellte dort unter anderem einen Bürgermeister. Allerings steht für mich als Genealoge heute fest, das die Endung er, als gesonderte Namensform zu deuten ist. Und damit natürlich auch die Zusammengehörigkeit der Familienstämme. Das dies in grauer Vorzeit einmal, eventuell aus der gleichen Wurzel entstanden, wird sicher feststehen. Aber das ist mehr Theorie und wird, bei dem Alter des Familiennamens, niemals zu belegen sein. Was mir heute sauer aufstößt, ist die Tatsache, das er beim Wappen das definitiv aus Siebmachers Wappenbuch stammte, an den Namen Senning, einfach ein -er dran hing, ohne darauf zu verweisen, das die Endung im Buch eigentlich fehlt.

Zu diesem Wappen fiel mir inwischen auch auf, das beim selben Wappen, einmal ein Bügelhelm und einmal ein Spitzhelm verwendet wurde. Bislang fand ich keinen Hinweis, das dies möglich ist. Wäre dies zum Beispiel schon ein Fehler im Aufbau des Wappens ? Ich versuche mich momentan noch in die Grundlagen der Heraldik einzuarbeiten. Was stellenweise gar nicht so einfach ist. Daher werde ich wohl noch einige Frage an euch haben. Danke auf jeden Fall auch für den Hinweis mit der GwF. Ich persönlich versuche eigentlich das Wappen selbst zu kreieren, wobei das Ergebnis wohl nie so perfekt sein wird, wie bei einem Grafiker. Allerdings möchte ich gern etwas wirklich persönliches hinterlassen. Insbesondere wenn man nie wissen kann, ob nicht irgendwann die Familie wieder gezwungen sein wird, alles zurückzulassen. Darüber hinaus, ist das Thema Urheberrecht, insbesondere wenn ein Grafiker dran war, doch ein wenig kompliziert. Aber das wisst hier ja wahrscheinlich selbst am Besten.

Grüße Maik


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 Betreff des Beitrags: Re: Genealoge aus der Prignitz
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 3. Okt 2011, 21:17 
Hallo Maik,
danke für Deine Ausführungen.

Natürlich ist es das beste, wenn man sein Wappen ganz allein macht. Das ist ja auch bei uns so. In der GwF haben viele, ihr Wappen selbst gezeichnet und aufgerissen. Die anderen Heraldiker und Grafiker, die hier alles ehrenamtlich machen, geben gute Ratschläge und steuern Sizzen und Ideen bei, die dann in den eigenen Entwurf einfließen können. Die Grafiker in der GwF werden nur dann zeichnerisch tätig, wen man sie darum bittet. Wer also selbst nicht zeichnen kann, darf gern ihre Hilfe in Anspruch nehmen. Das zum Schluss entstandene Wappen ist und bleibt Eigentum des Stifters.

Da wir hier alle im Team tätig sind und verschiedene Ideen ineinanderfließen, ist es im Blick auf die UH-Rechte anders als bei kommerziellen Heraldikern. Eine Vorstellung in der GwF verpflichtet Dich zu nichts, kann aber sehr hilfreich sein, da man viel voneinander lernen kann.

LG

Achim


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 Betreff des Beitrags: Re: Genealoge aus der Prignitz
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 3. Okt 2011, 21:32 
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Registriert: So 25. Sep 2011, 11:15
Beiträge: 20
Wohnort: Hansestadt Pritzwalk
Danke Achim. Diese Erklärung ist natürlich schlüssig. Man muß halt sehr aufpassen, das man nicht an falsche Leute gerät. Nachdem ich mich mit ein wenig mit Heraldik beschäftigt hatte, merkte ich schnell, das man jede Kleinigkeit beachten muss, damit das Wappen schlüssig und nicht gegen Vorgaben verstößt. Was mir besonders gefiel, war die Idee zum Ortswappen Breese und die Einbindung eines Buchstabens, ohne tatsächlich einen Buchstaben einzufügen. Es sind zwar nur Kleinigkeiten, aber sie sorgen dafür, das ein Wappen wirklich unverwechselbar wird.

Danke und Grüße

Maik


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